Grossübung am Flughafen: Einsatzkräfte proben Flugzeugunglück

(Lugano TI). Am Donnerstagabend fand am Lugano Airport die gross angelegte Notfallübung „SIMEX 26“ statt, an der der Flughafen und die wichtigsten regionalen Erstinterventionsorganisationen beteiligt waren.

Bei der Übung konnten Abläufe, Alarmierungszeiten und die Koordination zwischen den verschiedenen Organisationen, die bei einem Unfall zum Einsatz kommen, unter realistischen Bedingungen überprüft werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Übung: Gross angelegte Notfallübung „SIMEX 26“ am Lugano Airport
  • Szenario: Simulierter Flugzeugunfall auf dem Flughafengelände mit mehreren Betroffenen
  • Zusätzliche Schwierigkeit: Einer der üblichen Zugänge für Rettungsfahrzeuge stand vorübergehend nicht zur Verfügung
  • Geprüft: Alarmierung, Rettungseinsatz, Koordination, Informationsfluss und Krisenkommunikation
  • Beteiligt: Unter anderem Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Skyguide, BAZG und SUST
  • Aufsicht: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL)
  • Rhythmus: Eine solche Grossübung ist für den Lugano Airport alle zwei Jahre vorgesehen

Flugzeugunfall mit mehreren Betroffenen simuliert

Das Szenario simulierte einen Flugzeugunfall innerhalb des Flughafengeländes, bei dem mehrere Personen betroffen waren.

Gleichzeitig stand einer der normalerweise von den Rettungsfahrzeugen benutzten Zugänge zum Flughafen vorübergehend nicht zur Verfügung.

Damit wurde bewusst eine komplexe Situation geschaffen, um zu prüfen, wie die verschiedenen Organisationen auch bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten reagieren und ihre Einsätze koordinieren.





Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im Einsatz

Neben den Mitarbeitern des Lugano Airport und der Flughafenfeuerwehr nahmen zahlreiche weitere Organisationen an „SIMEX 26“ teil.

Diese Organisationen waren beteiligt

  • Lugano Airport
  • Flughafenfeuerwehr
  • Kantonspolizei
  • Feuerwehr der Stadt Lugano
  • Sanitäts- und Rettungsdienste
  • Skyguide
  • Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG)
  • Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST)

Die Übung fand unter der Aufsicht des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) statt.

Alarmierung und Rettungskette auf dem Prüfstand

Mit „SIMEX 26“ konnten insbesondere die Alarmierungskette, der Einsatz der Rettungskräfte sowie die Koordination zwischen dem Flughafen und den Erstinterventionsorganisationen getestet werden.

Ein weiterer Bestandteil war die Aktivierung des Krisenstabs des Lugano Airport.




Auch Informationsfluss und Kommunikation getestet

Zu den Zielen gehörte zudem, den Informationsfluss zwischen den beteiligten Stellen zu überprüfen.

Gleichzeitig wurde getestet, wie die Kommunikation in einer Notfallsituation funktioniert.

Warum die Übung besonders anspruchsvoll war

Nicht nur ein Flugzeugunfall mit mehreren Betroffenen musste bewältigt werden. Im Übungsszenario fiel zusätzlich einer der normalerweise von den Rettungskräften genutzten Zugänge zum Flughafengelände aus.

Unvorhergesehene Hindernisse

Die beteiligten Organisationen mussten ihre Reaktion und Koordination auch unter erschwerten Bedingungen unter Beweis stellen.

Viele Organisationen gleichzeitig

Flughafen, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und weitere Bundesstellen mussten ihre Abläufe aufeinander abstimmen.

Krisenstab aktiviert

Neben den operativen Rettungsmassnahmen wurde auch die Aktivierung des Krisenstabs des Lugano Airport getestet.

Ergebnisse werden in den kommenden Wochen ausgewertet

Die Erkenntnisse aus der Übung werden nun in den kommenden Wochen analysiert und ausgewertet.

Dadurch sollen mögliche Bereiche identifiziert werden, in denen Verbesserungen vorgenommen werden können. Wo dies erforderlich ist, sollen die bestehenden Verfahren weiter aktualisiert werden.




Grossübung alle zwei Jahre vorgesehen

Gross angelegte Übungen sind ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitssystems eines Flughafens.

Sie ermöglichen es, unter realistischen Bedingungen zu überprüfen, wie wirksam die im Notfallplan vorgesehenen Verfahren sind und wie gut die verschiedenen beteiligten Organisationen zusammenarbeiten.

Für den Lugano Airport sehen die Vorschriften alle zwei Jahre eine solche Übung vor. Damit soll das gesamte Notfalldispositiv überprüft und anhand der gewonnenen Erkenntnisse bei Bedarf verbessert werden.

 

Quelle: Stadt Lugano / Lugano Airport / Polizei.news
Bildquelle: Stadt Lugano